Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast…
Naja, eigentlich war es im letzten Urlaub, der auch erst vor 3 Tagen zu Ende war. Ich habe 13 Bücher gelesen:
Und das ist meine Meinung zu jedem Buch in je 1 Satz:
Seth, Eigentlich ist das Leben schön: Eine viel zu melancholische Graphic Novel ohne eine richtige Handlung und mit nicht so schönen Zeichnungen.
Adrian Plass, Darky Green: Ein sehr nachdenkliches Buch mit sehr vielen Plass-typischen Reflektionen über das menschliche Verhalten und die Seele, inneren Monologen und langen Dialogen, das ich schwierig zu lesen fand und beim dem ich ganz erschrocken war, dass der Schluss so offen bleibt, das mir aber insgesamt gefallen hat und das keine direkten christlichen Inhalte rüberbringt, was ich okay finde.
Frank Peretti & Ted Dekker, Das Haus: Ein total unspannender christlicher Splatter-Roman, der gleichzeitig zu vorhersehbar und zu unlogisch war, was mich echt enttäuscht hat.
Dora Heldt, Urlaub mit Papa: Von diesem Buch war ich enttäuscht, weil ich es längst nicht so lustig fand wie alle meine Freunde, die es schon kannten.
Theodor J. Reissdorf, Friesische Todessinfonie: Dieses Buch ist so schlecht geschrieben, dass ich schon fast lachen musste und mir anschließend vorgenommen habe, nie wieder eines von diesen Büchern mit “Lokalkolorit” zu lesen.
Wladimir Kaminer, Es gab keinen Sex im Sozialismus: Ein solider Kaminer, den ich gerne später noch mal lesen werde, auch wenn er nicht so brillant wie z.B. “Helden des Alltags” war.
Bill Bryson, Mein Amerika: Ich mag Bill Brysons sehr lustige Mischung aus britischem Humor und liebevollem Geläster über amerikanische Sitten, außerdem spielt das Buch in den 50er Jahren in den USA und wird aus der Sicht eines kleinen Jungen erzählt - Herz, was willst Du mehr?
Favell Lee Mortimer / Todd Pruzan, Die scheußlichsten Länder der Welt: Über dieses Buch habe ich mich richtig geärgert (vor allem, weil ich es gekauft und nicht geliehen hatte), weil die Einleitung von Todd Pruzan bigott, dumm und auf armselige Weise hochnäsig ist und der eigentliche Text von Mrs. Mortimer längst nicht so lustig, wie alle behauptet haben, sondern nur geprägt von der traurigen Kulturarroganz des Viktorianischen Zeitalters, worüber ich nicht lachen konnte.
Alan Bennett, Die souveräne Leserin: Ein ganz wunderbares Büchlein für alle Menschen, die britischen Humor, die Royals und das Lesen lieben, was auf mich zutrifft, so dass ich sehr glücklich über den Kauf dieses Buches bin.
Hans-Peter Kerkeling, Ich bin dann mal weg: Seine Erlebnisse auf dem Jakobsweg, die er in seiner typischen Art beschriebt, waren sehr witzig, aber was genau er jetzt mit Gott erlebt hat, kam nicht so richtig raus, was ich ihm nicht übel nehme, weil das ja etwas sehr Persönliches ist, aber deshalb finde ich das Buch nicht so toll wie alle Leute, die es mir empfohlen hatten.
Siri Hustvedt, Die Leiden eines Amerikaners: Ihre Bücher gefallen mir immer, auch wenn sie meistens nur von kaputten Leuten handeln, aber das auf so einfühlsame, reflektierte Art und Weise, dass ich am Ende immer denke, dass Mr. Auster vielleicht Hausmann werden sollte und seine Frau die Bücher schreben, weil mir seine einfach nicht so gut gefallen.
Monique Truong, Das Buch vom Salz: Ein sehr schöner, poetisch-melancholischer Roman, der aber meiner Meinung nach ruhig mehr von GertrudeStein und Miss Alice als von den homo-amourösen Abenteuern des Koches Binh hätte handeln dürfen.
Andreas Izquierdo, König von Albanien: Die Szenen im Irrenhaus waren super geschrieben, die Rückblenden in der Türkei und Albanien wirkten dagegen etwas bemüht und waren nicht so fesselnd, was mich leider enttäuscht hat, weil das doch der wahre und interesantere Teil der Geschichte war.
Die anderen Bücher hat Storch gelesen, dazu kann ich nichts sagen.
Und das habe ich dazu getrunken:









Juni 26th, 2009 at 10:01 am
darky green habe ich durch zufall letztens auf dem flohmarkt gefunden. ich wußte gar nicht, dass es neu war.
ich fand es recht gruselig. wobei ich mir bei a.p. noch nie so ganz sicher war, ob mir seine post chaoten bücher gefallen.
interessant wäre es zu wissen, wie nichtfromme auf seine bücher reagieren. das muss ich jetzt mal ausprobieren, ich denke d.g. eignet sich ganz gut dafür.
Juli 6th, 2009 at 11:39 am
oh… immerhin hat sich die Lektüre zumindest einiger Bücher gelohnt… Und die Getränkeauswahl sieht auch gut aus!
Juli 7th, 2009 at 4:10 pm
eiei, für so viele bücher brauch ich eher 13jahre glaube ich… aber sind ja interessante sachen bei…. die graphic novel klingt gut (wenig text, viele bilder haha,,, nee, ich mag sowas) …gibt übrigens auch eine namens “paul austers stadt aus glas” … fällt mir gerade ein…. tja… und peretti, der fantasyheld der 90er, weil man schön actionreiche und oft etwas düstere bücher lesen konnte die trotzdem unter “christlich” liefen…. sozusagen der “mortification” der literatur
Juli 7th, 2009 at 5:37 pm
Der Mortification der Literatur - das ist ja mal ein cooler Vergleich. Ich glaube, Mr. Peretti würde sich sogar darüber freuen.